Artikel vom: 26.03.2025
GP-Sieg für Max Koivula zum Geburtstag Max Koivula ...
... aus Finnland der am Trainingstag seinen 27. Geburtstag feierte, bereitete sich selber nachträglich ein großes Geschenk: er holte sich den Sieg des GP 1 in Inzell am Samstag, den 15.03.2025.
Um 16:30 startete die Fahrervorstellung in der ausverkauften Max-Aicher-Arena, das Mekka des Eisspeedway. Spannung lag in der Luft ... da waren sie: unsere Gladiatoren auf dem Eis! Jetzt hieß es noch einmal tief durchatmen dann war es soweit: Start des Heat 1 von 20 Wertungsläufen plus Finale um 17 Uhr.
Den Auftaktlauf gewann Heikki Huusko aus Finnland. 3 Punkte gab es für ihn, 2 Punkte gingen an Lukáš Hutla, 1 Punkt an Jimmy Olsén und ohne Punkt blieb Jasper Iwema.
Luca Bauer holte mit großem Vorsprung im Heat 2 seine ersten 3 Punkte, gefolgt von Max Koivula, Niclas Svensson und Maximilian Niedermaier (Inn Isar Racing Team).
Ein spannender und sehr schneller Lauf der 3. Heat des Tages mit 97,2 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, gemessen über 4 Runden mit stehendem Start. Der amtierende Weltmeister Martin Haarahiltunen aus Schweden ging nach dem Start in Führung, konnte seinen Vorsprung ausbauen und sah als Erster die Zielflagge. Filip Jäger aus Schweden, griff noch den an zweiter Position liegenden Aki Ala-Riihimäki an, kam jedoch nicht vorbei.
Im Heat 4 kam Reinhard Greisel, ein Fahrer des Inn Isar Racing Teams an den Start. Reini, auch bekannt als Starter bei vielen Rennen der Deutschen Meisterschaft in Berlin und 60 Jahre jung, hatte die Veranstalter WildCard erhalten. Großer Jubel in der Arena, als Max Niedermaier, ebenfalls Fahrer des Inn Isar Racing Teams, seine ersten 3 Punkte holte, die er sich im Fight mit Franky Zorn erkämpfen musste.
Sturz von Aki Ala-Riihimäki, der im Heat 8 in der Zielkurve zu weit nach innen gekommen war. Niclas Svensson, im Fight mit Heikki Huusko, hatte schlussendlich in diesem Lauf die Nase vorn und holte 3 Punkte. Die 2 Punkte gingen an Heikki und ein Punkt an Martin Posch. Ohne Punkt blieb Aki.
Der Heat 10 wurde nach einem Sturz in der Startkurve, wo es verdammt eng zuging, neu gestartet. Da es sich um einen „klassischen Startunfall“ handelt, ließ der Referee alle 4 Fahrer zum Re-Start zu. Zuerst ging Aki Ala-Riihimäki in Führung. Max Niedermaier ging an ihn vorbei und auch Jasper Iwema und Luca Bauer. So war dann auch der Zieleinlauf.
Vor dem Heat 15 stand fest: Luca Bauer muss jetzt Punkte holen sonst wird es knapp. Lukáš Hutla ging in Führung und konnte diese auch halten, bis die Schlussattacke kurz vor Start-Ziel von Luca kam. Es war knapp aber reichte aus: 3 Punkte gingen an Luca, 2 Punkte an Lukáš, 1 Punkt an Martin Posch und ohne Punkt blieb Sebastian Reitsma. Der erst 18-jährige Niederländer qualifizierte sich in Örnsköldsvik (Schweden) für die WM und schloss an dem Tag das Rennen mit 6 Punkten ab.
Eine Wahnsinnsreaktion von Max Niedermaier im Heat 16. Ich stand dort gerade und konnte es gut sehen. Ausgangs der Startkurve hatte Heikki Huusko fast einen Crash, strauchelte und konnte diesen gerade noch abfangen. Max, der unmittelbar hinter ihm fuhr, wich in Sekundenschnelle nach innen aus. Das wäre sonst sicherlich anders ausgegangen.
Doch nun wurde es, im wahrsten Sinne des Wortes, für Max an diesem Wochenende mehr als „verrückt“. Er stürzte in diesem Lauf in der letzten Runde. Martin Haarahiltunen nahm Max auf der Maschine zurück in das Fahrerlager. Der Lauf wurde nicht neu gestartet und wie folgt gewertet: 3 Punkte für Martin, 2 Punkte für Heikki, 1 Punkt für Maximilian Niedermaier und ohne Punkt blieb Max.
Im Heat 17 ging Niclas Svensson in Führung. Max Niedermaier, der an zweiter Position lag, stürzte Ausgangs der Startkurve. Der Lauf wurde abgebrochen, Max disqualifiziert und der Re-Start erfolgte ohne ihn. Wichtige Punkte fehlten nun. Niclas gewann den Re-Start, Jimmy Olsén klebte ihm am Hinterrad und die beiden fighteten um die Führung. Wie sagt man so schön, wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: Sebastian Reitsma nutzte die Lücke, ging innen durch und führte kurzeitig das Feld an. Niclas zog dann aber noch an ihm vorbei und sicherte sich die 3 Punkte, vor Sebastian mit 2 Punkten und Jimmy mit einem Punkt.
Im Heat 19 kam der Reservefahrer Frank Mayerbüchler erstmals für Aki Ala-Riihimäki zum Einsatz, der sich von diesem Lauf abmeldete - und holte seine ersten 2 Punkte. 3 Punkte gab es für Lukáš Hutla und einen Punkt für Reini Greisel. Ohne Punkt blieb Maximilian Niedermaier.
Ein „Maximum“, das heißt, alle vier Wertungsläufe gewonnen und somit 15 Punkte, gab es an diesem Renntag nicht. Martin Haarahiltunen schloss mit 14 Punkten ab - lediglich ein Punkt gab er im Heat 11 an Niclas Svensson ab. Die Finallisten standen nun fest: Martin Haarahintunen (14 Punke), Niclas Svensson und Max Koivula (jeweils 13 Punkte) und Heikki Hussko (12 Punkte).
Ein echt starker Lauf von Max Koivula. Er gewann das Finale vor Niclas Svensson, Heikki Huusko und Martin Haarahiltunen.
Man darf gespannt sein: für morgen werden die Karten wieder neu gemischt. Wir wissen ja, nach dem Rennen ist vor dem Rennen.
Text und Fotos: Anke Claassen
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